Vivendi


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Vivendi †

Sanft, ja beinahe unsichtbar, glitten die kleinen zarten Füßchen in das unberührte Wasser und durchbrachen den glanz der Seeoberfläche, wie eine unstabile Wand. Das Gesicht verborgen in der warmen Hand mit den zarten Fingern, sodass auch Tränen für diesen Moment nichts weiter als eine unsichtbare Leere waren. Innerlich zerissen, wie ein altes Leinentuch und von außen doch so schön wie eine Südwindrose, saß Vivendi da. In Gedanken versunken wie in einer Trance, aus der es kein Entkommen gibt...Entnommen, gefoltert, verbrannt...Er war fort für die Ewigkeit und nichts würde ihn zurückbringen. Der Himmel trübte sich und für einen kurzen Moment sah sie seine leere Hülle. Sein schmerzerfülltes Gesicht, seine Schmutzige Kleidung, seine zarten Lippen...Stumme Schreie, stumme Tränen, ein Gefühlschaos. Doch wusste sie, dass alles nur eine Lüge war, eine Einbildung ihrer Fantasie, unreal...ein Wunsch... Er würde nicht zurückkommen...Antonio war fort, vom Winde verweht und mit ihm auch ein Teil von ihr...



Antonio †

Still laufen die kleinen runden Tränen über die zarten, rötlichen Wangen. Das porzelanähnliche Gesicht, wunderschön und doch so voller Traurigkeit, dass es einem das Herz bricht, wie einem Spiegel, mit zweitem Gesicht. Die vollen Lippen, so zart und rot, dass eine Rose verglichen mit ihnen, nichts weiter als ein weiteres Uneben dieser grausamen Welt ist.Die unbeschreiblich schönen Lippen, benetzt mit den Tränen, die geboren wurden, in ihren unendlich tiefen Augen, die gelebt haben auf ihren rötlichen Wangen und schließlich auf den zärtlichen Lippen sterben..gelebt um zu sterben, das war ihre Bestimmung...ihre letzte Wiedergeburt, in der Stille der Nacht...diese Nacht. Doch ewig werden sie auf ihrer Seele lassten, sie zersetzten..langsam, ganz langsam, Stück für Stück. Die leblose Hülle jedoch, die nicht mehr wert ist als ein Staubkorn im Universum, bleibt solange, bis die Unendlichkeit sie mitnimmt, fort, fort von hier...fort in die Ewigkeit. Der letzte Kuss, besiegelt das Versprechen...Noch ein Atemzug, noch ein sanfter Hauch...die lieblichen Worte sind gesprochen...fortgetragen vom Winde, mit ihnen ihre zerstörte Seele, die ihre Wege nun gehen muss... Stumme Tränen berühren ihren leblosen Körper, doch diese, nicht geboren in ihren Augen...es sind seine Tränen, die ihren wunderschönen Körper das letzte mal berühren...

Verwirrt †

Gedankenverloren starrte Vivendi in die heißen Flammen, dessen Schatten geschmeidig über den Boden tänzelten. Die Flammen schienen sich in ihren Augen schwarz zu färben, schmiedeten ein unsichtbares Draht zwischen ihr und ihnen...was war nur aus ihr geworden? Sie, gerade sie, das Kriegermädchen was stehts zu wissen schien was es tat...wieso fühlte sie sich plötzlich so falsch und verlogen?...Um sich herrum nahm sie nurnoch schwach das Knistern des Feuers und die leicht schlagenden Wellen des Meeres wahr, dessen Schönheit die der Flammen glich. Alles war so perfekt gewesen..jedenfalls schien es so. Doch auch hier wusste sie nicht, ob es von Anfang an richtig gewesen wahr, Perfekt nur eine Lüge, Gefühle eine Intrige...Antonio schien ihr so nah, er verstand sie, vermittelte ihr die Liebe die sie brauchte, schenkte ihr Mut und neue Hoffnung...und dennoch sehnte sich ihr Herz nach Ray...wieso nur? Was sollte sie denn noch verstehen, lernen, weitergeben, wenn sie nichtmal sich selbt verstand? Es war falsch, dass ihr Herz sich nach zwei Menschen zu sehnen vermochte und dennoch konnte sie nicht sagen wie es anders hätte sein können. Sie spürte wie ihr eine Träne aufstieg, der sie freien Lauf gewährte. Sie war verstrickt, gefangen in einem Netz...kein Entkommen, weder Rechts noch Links. Plötzlich empfand sie eine unheimliche Wut, Wut auf sich selbst wütend darüber, dass sie sich ihrer Gefühle nicht bewusst war obwohl 3 Tage und 3 Nächte vergangen waren. Niemals könnte sie Antonio das Herz brechen, wusste sie doch wie es um ihn stand...aber auch Ray war ihr zu kostbar um ihm zu sagen was sie fühlte. Eine unglaubliche Last legte sich auf ihr. Hätte sie doch niemals Ray begegnet und sich in seine zärtlichen Magie verirrt...hätte Antonio sie doch niemals auf diese Weise angestarrt die ihr Herz rasen lies...hätte sie niemals gelebt dann, ja dann wüsste sie den Unterschied zwischen Falsch und Richtig zu erkennen....



Engel †

Elegant bewegt sich ein junges, hübsches Wesen auf kahlem Boden fort. Der Körper umrahmt von geschmeidiger Seide, welche sich zu einem leichtem Schleier verstrickt, der ihm als einziger Schutz vor Entblösung dient. Weiches, goldblondes Haar fällt von den Schultern hinab, bahnt sich seinen Weg über die blose, nackte Haut und endet schließlich an einer seichten, runden Wöllbung, die schmale Taillie passend dazu geziert von wunderschönen glatten Beinen. Die kleinen, zierlich wirkenden Füßchen legen sich einen vor den anderen, wobei der Klang ihrer Bewegung so verzaubernt wirkt, wie das Wesen selbst. Und dann plötzlich, halten seine Schritte inne. Wie eine zarte Rosenknospe am schönsten Frühlingstag steht es da, so rein, so vollkommen, dass kaum einer wagt diese Schönheit in Worte zu fassen. Das hübsche, kleine Köpfchen neigt sich sacht Richtung Sand und Staub, das goldene Haar fällt auf eine atemberaubend schöne, beinahe göttliche Art nach vorne...ein Wüstenland soweit das Auge reicht...doch plötzlich geschiet etwas, das selbst die hohe Kunst der Magier übertrifft. Die diamantenähnlichen Augen, so voller Schönheit und Traurigkeit zugleich, dass man glaube, man befände sich in einem Labyrint aus Eis, gebären eine Träne. Langsam gleitet sie über die weiche, rosige Wange, ehe sie fällt. Dieser Moment..so unendlich lang, das man beginnt zu glauben, die Welt stehe still. Wie ein kleiner, wunderschöner Kristall mit endlosem Glanz, zerspringt die Träne auf dem steinigen Sand. Aus ihr, entsteht Leben...ein kleiner Baum, geziert von Früchten und Blättern. Daraufhin folgen weitere Bäume, Blumen, Gras...die gesamte Wüste beginnt zu Leben und wo eben noch eine trübe, monotone Landschaft besitzt ergriffen hatte, blüht es nun wie in einem Urwald. Man sieht die verschiedensten Blumen, die Eine schöner als die Andere, Spinnen die ihre Netze gründlich ausarbeiteten, Feen die fröhlich auf einer Lichtung tanzen, hier und da zwitschert ein Vögelchen...als wäre es niemals anders gewesen, als herrschte dieses Paradies schon von beginn an. Man blickt zurück, doch wo eben noch das wunderbare Wesen gestanden hatte, erhebt sich nun ein riesiger Baum, dessen Baumkrone in den Wolken zu verschwinden scheint. Nur einen wunderbar duftender Nebel bleibt erhalten...und man dankt, man dankt für dieses Paradies, man dankt dem Engel, dessen Existens nur diesen Zweck zu scheinen gehabt hat. Der Engel ist fort...




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